Reisen mit einer Video-Drohne – Egal wohin man geht und wohin schaut, Drohnen werden immer beliebter. Da Multicopter auch immer sicherer und günstiger werden, kann sich eine Drohne auch jeder leisten. Leider wissen aber nur die wenigsten über die genauen Gesetzte Bescheid und machen sehr viele Fehler. Ich kläre dich hier so genau es geht auf und verrate dir alles über das Reisen mit einer Drohne, wie die momentane Lage der Gesetze ist, welche Drohne sich besonders gut fürs Reisen eignet, wie du die beste Qualität aus deiner Drohne holen kannst und noch sehr viel mehr. Nach diesem Drohnen-Guide bist du gerüstet und kannst mit deiner Drohne auf Reisen unvergessliche Videos und Bilder machen!


Drohne Kaufberatung: Welche ist die beste Drohne auf Reisen?

Gute Drohnen gibt es viele und viele der guten Drohnen sind auch sehr günstig und teilweise schon unter 500€ zu bekommen, wie die DJI Phantom 3 zum Beispiel, die mit nur 539 € zu Buche schlägt. Diese Einsteiger-Drohnen reichen grundsätzlich für sehr schöne Videoaufnahmen aus, doch meiner Meinung nach sind diese etwas zu groß fürs Reisen, da sie einen eigenen Rucksack benötigen. Da ich und mein Partner Marvin nur mit Handgepäck reisen und daher jeden Platz im Rucksack benötigen, gehe ich in diesem Guide wirklich nur auf die besten Drohnen für Reisen ein. Berücksichtig habe ich die Größe, das Gewicht, die Bildqualität (Foto & Video) und natürlich den Preis. Welche Drohnen sich am besten zum Reisen eignen, siehst du hier:

DJI Mavic – Der Platzhirsch unter den kompakten Drohnen

Als die DJI Mavic vorgestellt wurde, drehte die ganze Welt beinahe durch, was zur Folge hatte, dass sie weltweit monatelang nicht zu bekommen war. Doch warum war das so? Das lag bzw. liegt daran, dass die DJI Mavic der Platzhirsch unter den Drohnen ist und es keine Vergleichbar gute Drohne in dieser Kategorie gibt. Klar, es gibt etliche bessere Drohnen, wie die DJI Phantom 4 Pro, oder der DJI Inspire, doch diese eignen sich nicht zum Reisen und schlagen mit 1600€+ ordentlich zu Buche und können eher in Richtung Profigeräte eingeordnet werden.

Die Mavic hingegen ist einzigartig. Sie ist sehr klein, da du sie zusammenklappen kannst. Im eingeklappten Zustand hat sie lediglich eine Abmessung von 8,3×8,3×19,8 cm und somit in einer Hand Platz. In wenigen Sekunden sind die Propeller aufgeklappt und du kannst los fliegen. Das Gewicht liegt bei nur 760 Gramm, was für diese Drohne in dieser Klasse einfach super ist.

Die Mavic hat in einer Hand Platz!

Was kann die DJI Mavic?

Viel! Neben 4K Videos mit 30fps (Bilder pro Sekunde), verfügt sie über eine 12MP Kamera, mit der du RAW Fotos schießen kannst. Haust du den Sport Modus rein, so kannst du bis zu 65km/h schnell und bis zu 7km weit fliegen! Du siehst also, hierbei handelt es sich nicht mehr um ein Spielzeug. Auf der Vorderseite und Unterseite befinden sich Sensoren, die dafür sorgen, dass du gegen keinen Baum krachst. Und die verschiedenen Modi, wo die Drohne z.B. langsam ein festgelegtes Objekt umkreist, oder dir automatisch folgt, lassen auch Anfänger sehr schöne Aufnahmen hinbekommen.

Absolut verwacklungsfreie Aufnahmen sind dank des integrierten 3-Achsen Gimbal auch möglich. Eine Bildstabilisierung durch einen Gimbal ist bei einer Drohne ein Muss, ansonsten ist die Aufnahme nicht zu gebrauchen.

Die Mavic ist in meinen Augen die beste Drohne die du kaufen kannst, vor allem wenn du sie mit in den Urlaub nehmen willst. Das war auch der Grund, warum ich mich für die Mavic entschieden habe.

Es lohnt sich bei der Mavic das Fly More Combo-Set zu kaufen, da du so zusätzlich 2 Akkus, eine Tasche und noch weiteres Zubehör geliefert bekommst. Preislich liegt es etwas höher, dennoch sparst du dir gegenüber eines Einzelkaufs über 200€. Die DJI Mavic ist ab 1150€ zu haben.


DJI Spark – Winzige Drohne mit Gestensteuerung

Die neuste Drohne aus dem Hause DJI nennt sich DJI Spark und ist die bislang kleinste Drohne, die mit dermaßen vielen Features ausgestattet ist. Die Spark kannst du zwar nicht zusammenklappen, doch die kleinen Abmessungen von 14,3×14,3×5,5cm sind ohnehin schon sehr kompakt, somit kannst du die Spark überall schnell verstauen. Doch das wirklich interessante hier, ist das enorm geringe Gewicht von nur 300 Gramm! Ein Fliegengewicht für eine Drohne, die zudem mit jeder Menge Technik vollgestopft ist.

Was kann die DJI Spark?

Zum einen verfügt die Spark über einen 2-Achsen Gimbal, was für verwacklungsfreie Aufnahmen sorgen. Dann gibt es noch eine leider „nur“ Full HD Kamera mit 12MP, dafür aber eine Gestensteuerung. Gestensteuerung? Ja, rein theoretisch kannst du die Drohne nur mit deinen Händen Steuern. Zweimal auf den Power Button getippt, startet die Spark automatisch aus deiner Hand und hebt ab. Mittels Handbewegung kannst du sie nach links, rechts oder weiter nach hinten bewegen und mittels einfacher Geste nimmt sie ein Foto auf. Die Spark ist die bislang erste Drohne die über diese (wirklich gut funktionierende) Steuerung verfügt. Ansonsten steuerst du die Spark mit deinem Smartphone, oder dem mitgelieferten Controller, der jedoch nur im Fly More Combo-Set erhältlich ist.

Die Reichweite der Spark liegt bei bis zu 2km (in Europa nur knapp 300m) und im Sportmodus fliegt sie bis zu 50km/h schnell. Diese ist jedoch ebenfalls nur in Verbindung mit dem Controller möglich. Mittels Steuerung am Smartphone liegt die Reichweite bei 100m und 30m Höhe. Die DJI Spark ist ab 599€ zu haben.


Yuneec Breeze – Die günstige Alternative zur DJI

Als letztes habe ich eine sehr günstige Alternative aus dem Hause Yuneec für dich, die Yuneec Breeze. Ausgestattet ist die Breeze mit einer 13MP Kamera, die auch 4K Aufnehmen kann. Aber Achtung! 4K bedeutet nicht immer 4K, denn hier handelt es sich um ein hochskaliertes 4K. Das bedeutet zwar dass die Aufnahmen sehr gut sind, aber sie niemals an die Qualität des 4K der Mavic rankommen. Stelle es dir als ein besseres Full HD vor, dann wirst du später auch nicht enttäuscht.

Die Breeze fliegt 18km/h schnell und mittels dem optional erhältlichen Controller bis zu 100m weit. Viele coole Funktionen wie der Follow Me Mode, oder der Orbit Mode lassen garantiert für schöne Aufnahmen sorgen.

Die Breeze ist keine Profi-Drohne und eignet sich mehr für ein paar schöne Selfies und kleine Videoaufnahmen vom Urlaub. Wirklich hochwertige Aufnahmen kannst du damit jedoch nicht machen, dafür fliegt sie zu wenig hoch und die Auflösung und Bildqualität ist auch nicht die beste. Sie ist zwar gut, aber eben nicht für professionelle Zwecke gemacht. Ein weiteres (kleines) Manko ist der fehlende Gimbal für die Kamera. Die Breeze verfügt nur über einen digitalen Bildstabilisator, der das Bild zwar ruckelfrei macht, aber das funktioniert bei weitem nicht so gut wie ein eigener Gimbal, wie sie z.B. die DJI Drohnen haben.

Warum ich die Breeze dennoch hier erwähne? Nun, mit Abmessungen von 19,6×19,6×6,5cm und einem Gewicht von 385 Gramm ist die Breeze ideal fürs Reisen und das kleine Budget gemacht. Die Yuneec Breeze bekommst du bereits für knapp 300€!


Nützliches Drohnen-Zubehör, das du unbedingt brauchst

Für Drohnen gibt es dermaßen viel Zubehör, dass einem beinahe schon schwindelig wird. Vieles davon ist totaler Müll, was du einfach nicht benötigst. Es gibt jedoch einiges, was du dir gönnen solltest, was auch wirklich einen Nutzen bringt und auch für bessere Aufnahmen sorgt. Dieses Zubehör, für welches auch ich mich entschieden habe, ist meiner Meinung nach ein Must Have.

Akkus! Mit der DJI Mavic kannst du zwar 25 Minuten lang fliegen, bis der Akku leer ist, doch auch das ist nicht viel. Mit der Spark liegt die Flugzeit bei nur 16 Minuten und mit der Breeze bei gerade einmal bei ca. 10 Minuten. In dieser Zeit kannst du keine Vernünftigen Aufnahmen machen, deshalb benötigst du mindestens 2, oder noch besser 3 Akkus. Glaube mir, die Investition lohnt sich!

ND Filter: Die Meinungen zu ND Filter sind sehr umstritten, doch meiner Meinung nach sind sie ein Must Have, wenn du keine überbelichteten Aufnahmen haben möchtest. Nicht für alle Drohnen gibt es ND Filter, aber für die Mavic. Hier habe ich mich für die PGY ND Filter für die Mavic entschieden, da sie laut Umfragen die besten sind.

Ein ND Filter (Neutrale-Dichte-Filter) wirkt wie eine Sonnenbrille für die Kamera der Drohne und dunkelt das Bild etwas ab, wodurch eine bessere Qualität, vor allem an einem hellen Tag erzeugt wird. Warum ein ND Filter so wichtig ist, erfährst du später noch im Punkt „Richtig Filmen mit der Drohne“.

Landing Gear Beine: So gelungen die Mavic auch ist, so hat sie ein großes Problem. Sie liegt zu dicht am Boden. Hast du eine Straße, oder eine ebene Fläche, so hast du keinerlei Probleme zu starten. Startest du hingegen von einem Feld, oder in einem etwas schrägen Gelände, so kann es schnell passieren dass die Rotoren der Propeller gegen das Gelände schlagen und sie brechen können. Genau das ist mir bereits bei meinem 3. Flug passiert und der erste Satz Propeller waren Schrott. Mit den Landing Gear Beinen für die DJI Mavic, ist die Drohne knapp 4cm erhöht und du kannst viel leichter starten und auch landen.

Ersatzpropeller: Glaube mir, Propeller wirst du früher oder später benötigen, denn du kannst noch so achtsam fliegen, aber irgendwann fliegst du irgendwo dagegen und die Propeller sind Schrott. Zum Glück kosten Propeller kein Vermögen und bereits ab 12€ bekommst du einen Satz neue. Bei der Mavic liegen bereits im Lieferumfang 2 Propeller bei, jedoch ist ein weiteres Paar keine schlechte Entscheidung – vor allem auf Reisen.

Winkel-Ladekabel/Verbindungskabel: Auch dieses Zubehör richtet sich an die DJI Mavic Besitzer. Es werden zwar Kabel zum Verbinden des Controllers und des Smartphones mitgeliefert, doch diese sind qualitativ nicht so gut und sorgten bei vielen auch zu Funkabbrüchen. Die Micro-USB Schnittstelle und die mitgelieferten Kabel sind einfach etwas zu schwach für eine problemlose Datenübertragung. Ich persönlich hatte das Problem bislang noch nicht, habe mir aber auch sofort das Winkel-Kabel von Toways besorgt, das seinen Strom vom USB Port an der Unterseite des Controllers zieht. Diese Verbindungsprobleme werden dank des Kabels und der Verbindung am USB-Port beseitigt.

Etliches Drohnenzubehör und viele weitere nützliche Tipps findest du übrigens hier…


Drohne Versicherung: Ein MUST HAVE!

Bevor du das allererste Mal mit deiner Drohne abhebst, solltest du unbedingt eine Drohnen-Haftpflichtversicherung abschließen, denn diese ist unverzichtbar. Warum das? Die normale Haftpflichtversicherung beinhaltet keine Schäden, die mittels einer Drohne entstanden sind. Lediglich die Zurich Versicherung beinhaltet bei ihrer normalen Haftpflichtversicherung auch die Abdeckung für das fliegen einer Drohne. Dies wurde mir von der Versicherung so mitgeteilt. Auf Anfrage habe ich von der Zurich folgende E-Mail erhalten:

„Besten Dank für Ihre Anfrage. Drohnen bis zu 30 kg sind bei uns in der Privathaftpflicht Grunddeckung versichert. Gerne unterbreite ich Ihnen ein Angebot. Dafür benötige ich noch ihren Vor und Nachnamen, Geburtsdatum, Nationalität und Ihre Adresse. Besten Dank für Ihr Interesse.“

Es kann gut möglich sein, dass auch deine private Haftpflichtversicherung das Fliegen mit einer Drohne absichert, das solltest du jedoch vorher unbedingt und genauestens abklären.

Es kann durchaus einmal sein, dass deine Drohne ungewollt abstürzt und Schäden verursachen kann. Hast du keine entsprechende Drohnen-Haftpflichtversicherung, so musst du persönlich für den Schaden aufkommen. In vielen, ja beinahe allen Ländern, ist es zudem Pflicht eine Versicherung zu haben, um überhaupt eine Drohne fliegen zu können. Andernfalls können enorm hohe Bußgelder entstehen. In Italien liegen die Bußgelder für das Fliegen einer Drohne ohne gültige Haftpflichtversicherung (und Aufstiegsgehehmigung, die für Touristen beinahe unmöglich zu bekommen ist) bei 18.000-23.000€!!! Du siehst also selbst, dass es nicht gerade einfach ist und dich finanziell schnell ruinieren kann.

Eine Drohnen-Versicherung für Reisen bekommst du bereits ab 39€ pro Jahr. Vergewissere dich vorher aber genau, welche Bedingungen erfüllt werden müssen und für welche Länder die Versicherung aufkommt. Wenn du viel auf Reisen bist, vor allem im Ausland, schaue, dass diese weltweit gültig ist. Eine gute Versicherung bei der auch ich versicherte bin, ist die R+V Versicherung für 69€ pro Jahr.


Drohne sicher transportieren auf Reisen

Deine Drohne war bestimmt nicht günstig und deswegen möchtest du sicher auch, dass sie unbeschädigt im neuen Land ankommt, oder? Aus diesem Grund solltest du dir unbedingt eine Tasche für deine Drohne kaufen! Auch diese kosten kein Vermögen und sind bereits ab wenigen Euros zu bekommen. Wichtig beim Transport der Drohne ist, dass sie sicher sitzt und vor allem der Gimbal gut schützt ist. Die DJI Mavic verfügt über Haus aus einen Gimbal Schutz, doch dieser kann auch einmal kaputt gehen und ob du sofort einen neuen auftreiben kannst, ist auch ungewiss.

Kaufe dir keinen Rucksack für Drohnen! Jedenfalls nicht wenn du vor hast nur mit Handgepäck zu reisen. Diese sind fürs Handgepäck ungeeignet und schlichtweg zu groß. Ich habe mich für meine Mavic für die HOBBYTIGER Mavic Pro Tragetasche entschieden. Diese ist klein und bietet genügend Platz für die Drohne, 3 Akkus, den Controller und die Ladekabel. Außerdem nimmt sie nicht allzu viel Platz in meinem Rucksack weg und sieht obendrein noch sehr stylisch aus.

Hobbytiger Tasche für die Mavic

Drohne im Handgepäck – Ist das erlaubt?

Die Frage, die auch ich mir anfangs gestellt habe, war ob ich die Drohne einfach so im Handgepäck transportieren kann. Da ich ja nur mittels Handgepäck reise, hätte ich auch keine andere Möglichkeit gehabt… Doch hier kann man aufatmen. Generell steht einem Transport im Handgepäck nichts im Wege und bei meiner Recherche, wurden mir von vielen Airlines die Mitfuhr im Handgepäck bestätigt. Dennoch solltest du aber besser im Zweifelsfall nochmals bei der Airline nachfragen, mit der du fliegst. Sofern du aber keine DJI Inspire hast, der ohnehin nicht ins Handgepäck passen würde, wirst du sicher keine Probleme bekommen, wenn du die Drohne im Handgepäck transportierst.


Drohnen Gesetzte in Südoastasien: Überblick

Wie du schon erfahren hast, ist es nicht möglich einfach mal so eine Drohne zu kaufen und mit dieser rumzufliegen, denn es gibt einige Gesetzte und Regeln, an die man sich halten muss um nicht große Probleme zu bekommen. Leider ist es derzeit sehr schwer um genau zu sagen, welche Ansprüche erfüllt werden müssen, denn die Drohnen-Gesetzte ändern sich fast wöchentlich und jedes Land hat seine eigenen Gesetzte, um mit einer Drohne fliegen zu können. Informiere dich deshalb vor deiner Reise genauestens über die Gesetzeslage im jeweiligen Land. Anbei verrate ich dir die wichtigsten Drohnen-Gesetzte in Südostasien, damit du einen groben Überblick bekommst, welche Anforderungen erfüllt werden müssen.

Drohnen Gesetze in Thailand:

Thailand hat seine Drohnen-Gesetzte offiziell verschärft und es ist nicht mehr ganz so einfach um legal eine Drohne zu fliegen. Wie ich die Thais jedoch kenne, wird es eh nicht kontrolliert. Dennoch solltest du die derzeitigen Drohnen-Gesetzte in Thailand unbedingt beachten:

  • Deine Drohne muss bei der CAAT registriert werden (Ausfüllformular nur auf Thai verfügbar + dauert bis zu 2 Monate)
  • Du darfst nicht höher als 90 Meter fliegen.
  • Du darfst deine Drohne nur innerhalb des Sichtkontakts steuern.
  • Drohnen-Flüge sind nur bei Tageslicht erlaubt.
  • Deine Drohne darf nicht schwerer als 2 Kilogramm sein.
  • Zu Flughäfen sind 9 Kilometer Abstand einzuhalten.
  • Drohnen-Flüge über Menschenmengen und in Städten sind nicht erlaubt.

Drohnen Gesetze Philippinen:

Auf den Philippinen ist das fliegen einer Drohne für private Zwecke erlaubt und es gibt keine großen Anforderungen, außer natürlich die Standards wie: min 30m von Menschen Abstand halten, nicht in der Nähe von Flughäfen fliegen und Mindesthöhe von 120m nicht überschreiten. Die Philippinen machen das Steuern einer Drohne für Touristen sehr einfach – Zum Glück!

Anders hingegen sieht es aus, wenn du auf den Philippinen gewerblich fliegen willst, zum Beispiel als Filmteam. Für gewerbliche Flüge ist eine Lizenzierung bei der Civil Aviation Authority of the Philippines notwendig. Dafür müssen mehrere Tests absolviert und entsprechende Flugerfahrung nachgewiesen werden.

Drohnen Gesetze in Kambodscha:

In Kambodscha ist das fliegen einer Drohne grundsätzlich erlaubt, jedoch gibt es auch hier einige unklare Punkte. So ist das fliegen in Phnom Penh beispielsweise verboten. Für das fliegen in Angkor Wat wird eine Genehmigung benötigt, jedoch habe ich keine genauen Informationen wie man diese erhält und einfach wird es wohl zudem auch nicht sein…

Drohnen Gesetze in Vietnam:

In Vietnam benötigst du eine Genehmigung für das Fliegen einer Drohne. Diese muss beim Verteidigungsministerium beantragt werden. Laut meiner Recherche gelang es aber bislang noch keinem, einen Ansprechpartner zu erreichen und somit eine Genehmigung zu erhalten.

Drohnen Gesetze in Myanmar/Burma:

Myanmar hat derzeit noch keine Gesetzte, die das fliegen einer Drohne verbieten. Jedoch ist alles sehr widersprüchlich und manchen Reisenden wurde ihre Drohne bei der Einreise beim Zoll abgenommen. Bei der Ausreise bekamen sie ihre Drohne aber wieder zurück. Aufgrund der unklaren Gesetzte rate ich deshalb davon ab, mit einer Drohne nach Myanmar einzureisen. Und falls doch, entscheide dich für eine kleine, wie die Yuneec Breeze, diese soll angeblich ohne Probleme eingeführt werden können.

Drohnen Gesetze in Indonesien:

In Indonesien gibt es derzeit ebenfalls keine Verbote für Drohnen. Ebensowenig gültige Gesetzte, die vorschreiben, welche Erfüllungen eingehalten werden müssen. Lediglich die Flughöhe von 150m und das fliegen im unkontrollierten Luftraum (nicht in der Umgebung von Flughäfen) muss unbedingt beachtet werden. Willst du hingegen filmen, benötigst du angeblich eine Genehmigung, die du mindestens 14 Tage vor dem Flugtermin beantragen musst. Ich persönlich kenne jedoch keinen der das gemacht hat bzw. Probleme bekommen hat. Auch das Netz ist voll mit Drohnen Videos aus Indonesien, die garantiert keine Genehmigung hatten und dennoch keine Probleme bekamen.

Drohnen Gesetze in Malaysia:

Malaysia hat die Gesetzte mittlerweile etwas verschärft, jedoch noch keine exakten Regelungen genannt. Generell solltest du jedoch keine Probleme haben, sofern du dich an die bereits erwähnten Standart-Regeln hältst. Was ich bzgl. der Gesetzte jedoch weiß ist:

  • Die Flughöhe von 120m darf nicht überschritten werden
  • 4,5km Abstand von Flughäfen müssen eingehalten werden
  • Ab 20Kg wird eine Genehmigung benötigt
  • Min. 30m Abstand zu anderen Personen
  • Ab 1000 Personen (Menschenmassen) ist das fliegen verboten

Wenn eine Kamera am Copter montiert ist, wird eine Genehmigung notwendig (noch etwas undurchschaubar für mich ob das tatsächlich stimmt)

Die hier aufgezählten Drohnen-Gesetzte in Südostasien wurden sorgfältig recherchiert. Jedoch kann ich keine Haftung dafür übernehmen. Bis es weltweit wirklich einheitliche Regelungen geben wird, werden noch einige Jahre vergehen. Dennoch bist du fürs erste gut versorgt und weißt, worauf geachtet werden muss.


Drohne-Vorbereitung in einem neuen Land

Angekommen im neuen Land solltest du nicht den Fehler begehen und deine Drohne starten und sofort los fliegen. Als allererstes solltest du dich einmal über die Gesetzeslage im jeweiligen Land informieren, ob du überhaupt mit deiner Drohne einfach so fliegen kannst. Erst wenn das geklärt ist, sind die weiteren Vorbereitungen zu beachten.

Kompass Kalibrieren:

Generell solltest du den Kompass deiner Drohne nur einmal Kalibrieren, anschließend ist dieser für eine lange Zeit kalibriert und es bedarf keine weiteren Handlungen. Anders sieht das hingegen aus, wenn du in ein anderes Land fliegst, da sich hier die Werte stark unterscheiden können. Fliegst du von Europa nach Südostasien oder Amerika, so ist eine Kalibrierung des Kompass unumgänglich um die Sicherheitsgefahren zu minimieren.

Umgebung kontrollieren:

Elementar wichtig ist auch, dass du dich vor deinem ersten Flug in einem neuen Land erstmals mit der Umgebung vertraut machst. Kleine Masten, Flughäfen, oder Militärisches Sperrgebiet können sprichwörtlich um jeder Ecke liegen und ehe du dich versiehst, bekommst du enorme Probleme. Informiere dich deshalb über wichtige Staatseinrichtungen, Flughäfen etc., wo sich diese befinden und vermeide einen Flug in diesem Gebiet.


Richtig filmen mit der Drohne

Drohne an, Aufnahme Knopf drücken und loslegen! Naja ganz so einfach ist das leider nicht. es funktioniert zwar, doch wundere dich anschließend nicht, wenn deine Aufnahmen nicht gut aussehen werden. Etwas beschäftigen solltest du dich in Sachen Blende, Belichtung, ISO und Weißabgleich schon, damit es auch hochwertige und qualitative Aufnahmen zu sehen gibt.

Die richtigen Drohne-Videoeinstellungen:

Bist du noch blutiger Anfänger, dann filme einfach erstmals im Automatik-Modus, bis du einen sicheren Umgang mit der Drohne hast. Anschließend befasse dich mit den richtigen Videoeinstellungen der Drohne (sofern es deine Drohne überhaupt zulässt).

Die richtige Belichtungszeit beim Filmen:

Einer der wichtigsten Punkte überhaupt, ist die Belichtungszeit. Damit du die beste Qualität aus deinen Aufnahmen holen kannst, ist diese elementar wichtig. Generell wird empfohlen, als Belichtungszeit den doppelten Wert der Framerate zu nutzen. Nimmst du z.B. in 4K mit 30fps (framerate) auf, so sollte die Belichtungszeit das doppelte der Fes betragen, also 1/60s. Bei Aufnahmen mit 50fps also 1/100 Sek. Die tatsächliche Belichtung des Films wird somit natürlich stark auf Blende und ISO beschnitten, bei den Aufnahmen wirkt diese Faustregel aber irgendwie stimmig.

Damit du eine dermaßen „lange Belichtungszeit“ von 1/100 Sek. überhaupt zusammenbekommst, wird wie schon am Anfang erwähnt, ein ND Filter benötigt. Ansonsten hast du bei Tag und bei starkem Sonnenlicht garantiert eine Belichtung von 1/1200 Sek. oder sogar noch mehr.

Der richtige ISO Wert beim Filmen:

Wie auch in der Fotografie ist der ISO Wert ein sehr wichtiger Punkt, mit dem du schnell deine Aufnahmen zunichte machen kannst. Merke dir einfach immer: Je niedriger der ISO Wert, desto besser! Bei Tag solltest du ohnehin nur den kleinsten Wert (meistens 100) verwenden, da du somit die beste Qualität erzeugst. Bei Dämmerung kannst und musst du ihn auch etwas hochsetzten, damit du noch etwas erkennen kannst. Jede Drohne ist unterschiedlich, deshalb bedarf es etwas Übung um den maximalen ISO zu ermitteln. Ich nehme aber niemals einen höheren ISO Wert als 800 bei meiner Drohne, da das Bild ansonsten matschig und unscharf aussieht. Meine Sony a6000 Kamera hingegen hat den deutlich besseren und größeren Sensor verbaut, da kann ich den ISO auch locker auf 3200 verwenden, ohne einen Qualitätsverlust zu bekommen.

Der richtige Weißabgleich beim Filmen:

Hier wird es jetzt kompliziert, denn den richtigen Weißabgleich zu ermitteln, damit deine Aufnahmen nicht total verfälscht werden, ist oft sehr schwierig. Als Anfänger rate ich dir den Weißabgleich erstmals im Automatik-Modus zu lassen und sich erst nach und nach mit diesem zu beschäftigen. Bei der DJI Mavic z.B. bekommst du die neue Farbkorrektur gleich angezeigt, sodass du schon mal etwas sehen kannst, ob das ganze so passt, oder nicht. Am PC kann es nachher aber nochmals etwas anders ausschauen.

Filmen in D-LOG?

LINKS: Aufnahme in D-Log – RECHTS: D-Log nach Colorgrading

Falls du noch nicht weißt, was überhaupt D-LOG, S-LOG etc. (je nach Marke unterschiedliche Bezeichnungen), dann erkläre ich dir das kurz. In der Fotografie gibt es die RAW Bilder, die viel mehr Daten im Bild speichern und du bei der Nachbearbeitung deshalb viel mehr aus deinen Bildern herausholen kannst. Das ganze gibt es auch beim Filmen, nur funktioniert das ganze da etwas anders. Hier wird das Bild sehr viel flacher aufgenommen. Schaust du die Aufnahmen anschließend am PC an, so sehen sie kurzum gesagt einfach hässlich aus. Kein Kontrast, viel zu schwache Farben etc. Klingt erstmals schlecht, ist es aber nicht, denn bei der Videobearbeitung, was du auch unbedingt machen musst, sofern du in in D-Log aufnimmst, ist das unumgänglich. Das Ergebnis nach der Farbwertkorrektur ist aber sehr viel besser als wie wenn du nur in AUTO gefilmt hättest. Mit diesen Einstellungen kannst du auch den typischen Cinematic Look in deinen Videos erzeugen.

Ruhige Kamerafahrten!

Viele die das erste Mal mit einer Drohne filmen gehen, fliegen wild umher. Einmal links, einmal rechts, rauf runter, Kamera schwenken etc. Zusammen kommen Aufnahmen wo einem schlecht wird und man sich am liebsten übergeben möchte. Ja! Und natürlich habe es auch ich anfangs übertrieben! Zwar weniger mit meiner Drohne, dafür aber mit meiner Kamera, deshalb sahen meine ersten YouTube Videos auch einfach nur ätzend aus 😉 Aber aus Fehlern lernt man und erst nachdem man etwas 100.000x mal gemacht hat, wird man zum Profi.

Ist dir in einem Kinofilm einmal aufgefallen, dass diese immer nur in einer Richtung filmen, also in Sachen Kamerafahrten? Entweder zurück, oder nur nach vorne, oder seitwärts. Klar gibt es auch schöne Kamerafahrten um ein Objekt, das sehr gut und professionell ausschaut, aber du wirst in keinen Film eine hektische Kamerafahrt sehen (außer in übertriebenen Actionfilmen).

Um die nötige Abwechslung ins Video zu bekommen, versuche ich zwar auch einige Kamerafahrten zu machen, führe diese aber sehr langsam und sorgfältig aus, so wie in meinem allerersten Drohnen-Video. Das Video ist bei weitem nicht perfekt, aber für das erste Video finde ich es eigentlich recht gelungen. Deine Meinung dazu einfach mal in die Kommentare.

Reisen mit einer Drohne kann kompliziert sein, mit etwas Recherche im Vorfeld, wirst du jedoch keine Probleme bekommen. Wichtig ist nur, dass du dich stets an die Regeln und Gesetzte hältst, dann steht einem gelungenen Flug nichts mehr im Weg.

Hast du noch Ergänzungen rund um da Thema Drohne auf Reisen? Wir freuen uns auf deine Kommentare!


Das Copter Camp – Alles über Drohnen lernen

Bist du noch neu in der Drohnen-Welt? Dann habe ich einen guten Tipp für dich. Im Copter-Camp von My-Road.de lernst du von A-Z alles über Drohnen: vom ersten Einrichten, Kaufberatung, richtiges und sicheres Fliegen und vor allem alles über die Drohnen-Gesetzte weltweit. Definitiv wirst du somit in Handumdrehen auch zum Drohnen-Profi.


Für diesen Artikel habe ich 7 Tassen Kaffee gebraucht.

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